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Bauen mit Eigenleistung

Den Familienzusammenhalt sparsam stärken

(Auszug aus unserer Hauszeitung, Ausgabe 05, Herbst/Winter 2012)

Schon lange ist das Thema Eigenleistung (auch als Thema für unsere Hauszeitung) durch unsere Köpfe gegeistert. Auf dem heutigen Stand der Überlegungen wird klar, dass dies ein notwendiger Prozess war. Die Qualitätssicherung ist ein vorrangiges Thema unserer Fertigung und: "geben wir nicht ein Stück Sicherheit aus der Hand?", war eine der Fragen, die sich immer wieder stellten. Als wichtige Resultate bei diesem Prozess haben sich Erkenntnisse heraus kristallisiert wie, dass wir vor allem niemals unsererseits die Kontrolle über die Abläufe verlieren dürfen, die engagierten Bauherren vor möglichen Selbstüberforderungen bewahren müssen usw. Zumindest bei dem Beispiel, das wir für unsere aktuelle Hauszeitung ausgewählt haben, haben sich derlei Vorbehalte allerdings vollständig als unbegründet erwiesen. Man kann sagen, dass sich die Baufamilie Maxein mit vollem Engagement und auch, ohne sich in ihren eigenen Möglichkeiten zu verschätzen, in die Abläufe eingebracht hat. Die Erfahrungen über unsere Beispielfamilie hinaus haben ebenfalls gezeigt, dass wir uns in aller Regel auf eine realistische Selbsteinschätzung der Bauherren verlassen können. Bei der Beschreibung der einzelnen Fertigungsschritte wird den meisten schnell klar: "das kann ich mir zutrauen" (oder: "will ich mir zumuten") und "davon lass' ich lieber die Finger weg". Und nicht alles, was theoretisch vom Bauherr geleistet werden könnte, macht auch wirklich Sinn. Wir von Blum Holzbau haben ein System von möglichen Einsparungen durch Eigenleistung ausgearbeitet, sodass der Kunde bei jedem in Frage kommenden Gewerk entscheiden kann, was sinnvoll für ihn ist und was nicht. Was sinnvoll ist, muss aber nicht nur mit finanziellen Einsparungen zu tun haben …, aber dazu mehr in unserem Beispiel.

Kein Schlüsselfertig-Kunde

Dass Familie Maxein kein Schlüsselfertig-Kunde ist, zeigte sich von Anfang an. Der Bauherr: "Auch wenn wir mit unseren sehr konkreten Vorstellungen und zum Beispiel bei der Bemusterung – dieser wichtigen Stelle in der Planungsphase, bei der doch alles weitgehend festgelegt wird – unsere Baufirma genervt haben sollten, wir hatten halt diese klaren Vorstellungen und wollten nichts dem Zufall überlassen". Nichts dem Zufall zu überlassen, scheint wirklich eine Maxime der Baufamilie zu sein. Es gibt zwar Sprichworte von der Art: "Bau das erste Haus für deinen Feind, bau das zweite …", aber in aller Regel wird es bei den Meisten so sein, dass sie "ihr Haus" als ein Projekt betrachten, dass auf Dauer angelegt ist und sich, zumindest auf die eigene Lebenszeit und die individuellen Bedürfnisse bezogen, bewähren muss. Ganz im Vordergrund für Familie Maxein stand bei ihrer Hausplanung die Prämisse, gesund bauen zu wollen. "Bei unserer Suche nach der für uns geeigneten Bauweise hat sich schnell die Holzbauweise und auch, ganz klar in unserer Region, Blum Holzbau als der richtige Partner für's Bauen heraus gestellt. Herr Blum hat, aus Kostengründen, zu Anfang auch vertretbare Alternativen zu den, im ökologischen Sinne, besten Werkstoffen angeboten. Aber, wir sind ja eine Familie mit kleinen Kindern und schnell war für uns klar, dass gerade die Unbedenklichkeit aller Materialien für uns das Wichtigste ist. In der Folge konnten wir uns auf einen kompromisslosen Umgang mit diesem Thema verlassen. Nicht, dass Geld für uns keine Rolle spielt. Neben anderen Gründen waren die Einsparungsmöglichkeiten schon das Motiv für unser Eigenleistungsengagement. Aber bei der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Baumaterialen zu sparen, wäre für uns nicht in Frage gekommen." Die Nachfrage nach den "anderen Motiven", die nichts mit Einsparungen zu tun haben, hat im Wesentlichen die "Identifikation der Familie mit Ihrem Haus" ergeben. Bestimmt ist es tatsächlich so, dass sich, bei der von Blum Holzbau vertretenen Bauphilosophie, Menschen einfinden, deren Identifikation mit ihrem Bauprojekt etwas stärker ist, als das normalerweise der Fall ist. Auch bieten sich die Baustoffe im Holzbau geradezu für Eigenleistung an. Es ist schon etwas Besonderes, mit nachwachsenden, bei der Verarbeitung weitestgehend naturbelassenen Materialen zu bauen. Und auch nach dem Bauen, im Alltag mit dem eigenen Haus, kann man sicher sein, dass natürliche Materialen "mitleben", sich im positiven Sinne verändern, wie das bei vielen Dingen aus natürlichen Materialien der Fall ist, die ja auch beim Gebrauch immer schöner werden.

Eigenleistung nach Maß

Der sinnvolle Umfang der Eigenleistung ist etwas, was sich im Prozess ergibt und was sich im Ablauf der Bauphasen immer wieder neu anpassen lässt. Der Bauherr: "Der ganze Anspruch an uns selbst und das gute Gefühl bei der ganzen Entwicklung, die wir machen konnten, war nur durch eine Voraussetzung möglich: durch die lückenlose, immer flexible und professionelle Begleitung durch Blum Holzbau. Das ganze Material wurde verarbeitungsfertig geliefert und natürlich wurde professionelles Handwerkszeug und die notwendigen Maschinen zur Verfügung gestellt. Ohne das alles wäre unsere Mitarbeit nicht möglich gewesen." Eine typische, wenn gewollt, von vielen zu bewältigende Leistung, sind Anstricharbeiten in der Endphase des Bauens. Eine Einstiegsanforderung ähnlicher Art stand für unsere Beispiel-Baufamilie schon ganz am Anfang: "Ein besonderes Erlebnis stand für uns ganz am Anfang, als sich unser Haus noch in der Vorfertigung, in der Werkshalle von Blum Holzbau befand. Wir hatten entschieden, dass unsere Holzdecken mit einer weißen Lasur versehen sein sollten. Diese Anstricharbeit haben wir als unseren ersten Eigenleistungseinsatz auserkoren. Zwei Wochenenden waren veranschlagt und wir sind mit der durch Opa und Oma ergänzten Familie, mit Kaffee und Kuchen verproviantiert, angerückt. Die schon fertiggestellten Wandelemente unseres Hauses standen mit Fenstern und Türen, fein aufgereiht, in der Halle. An der Wand hing der große Bauplan, auf dem wir sogar die Zuordnung der zu streichenden Balken zu den einzelnen Zimmern erkennen konnten, sodass unsere Kinder mit Stolz ihre eigenen Deckenbalken streichen durften. Herr Blum kam des Öfteren, hat sich nach dem Fortgang der Arbeiten erkundigt und wichtige Tipps gegeben." Wie sich auf den Bildern dieser Seiten bestimmt eindrucksvoll dokumentiert, ist es bei so (relativ) einfachen Arbeiten nicht geblieben. Familie Maxein ist im Laufe der Bauzeit gut in die einzelnen Fertigkeiten hinein gewachsen. Ihr Engagement war bestimmt überdurchschnittlich und im Nachhinein sind alle glücklich, über die bewältigte Leistung. Aber bei aller ehrlichen, positiven Darstellung soll nicht verschwiegen werden, dass es sich um eine besonders belastende Zeit gehandelt hat. Wenn man sich, wie unsere Bauleute, der Unterstützung der ganzen Familie versichern kann, kann man von Glück reden. Bei Familie Maxein hört man klar heraus, dass ihr Bauprojekt durchweg gelungen ist.