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  • Leitstoff der Zukunft

Holz - der biogene Leitstoff der Zukunft

Intelligente Konstruktion erübrigt chemischen Schutz

Energiesparendes Bauen und die sogenannten Ökoindikatoren spielen eine immer wichtigere Rolle im Bauwesen: Wie hoch ist der Energieaufwand für die Herstellung eines Gebäudes? In welchem Maße belastet die Errichtung eines Bauwerks vom ersten Spatenstich bis zum Einzug die Umwelt? „Solche Fragen gewinnen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in Zukunft weiter an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wird auch die Bedeutung des Werkstoffs Holz aufgrund seiner positiven Ökobilanz weiter steigen", ist Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter vom Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion an der Technischen Universität München sicher.

Vollholz für den modernen Holzbau wird technisch getrocknet und hat daher einen sehr niedrigen Feuchtegehalt. Aus diesem Grund sieht das Baurecht bei den üblichen Konstruktionen des Ein- und Mehrfamilienhauses keinen vorbeugenden chemischen Holzschutz mehr vor. Der baulich-konstruktive Holzschutz macht ihn entbehrlich. Dazu gehören beispielsweise ein ausreichender Dachüberstand, abgeschrägte Tropfkanten und ein ausreichender Abstand des Holzes vom Erdreich.

Moderne Holzhäuser haben übrigens mit alpiner Blockhausromantik nichts gemein. Die Fassadengestaltung ist unabhängig vom Werkstoff des Tragwerks. Holzhäuser können verklinkert, verputzt oder mit Holz-Glas-Fassaden gestaltet werden. Die Fertighausindustrie liefert 90 Prozent ihrer Häuser mit Putzfassaden.

Quelle: Holzabsatzfonds